Projekttagebuch

Antransport des Bohrturms – Viel Verkehr an der Alten Schleuse erwartet

Es ist soweit – der Antransport des Bohrturmes hat begonnen. Nachdem zuvor die Asphaltumfahrung rund um das Betonfundament fertiggestellt wurde, und die letzten, vorbereitenden Erdarbeiten abgeschlossen sind, ist der Bohrplatz bereit für die Ankunft des Bohrturmes. Heute sind die ersten Transporte mit Teilen des ca. 35 Meter hohen Bohrturms an der Alten Schleuse in Wilhelmsburg angekommen.

In den kommenden Wochen werden weitere Teile der Anlage und des Bohrturms geliefert. Darunter sind auch einzelne Schwerlast-Transporte – um diesen die Zufahrt zum Gelände sicher zu ermöglichen, müssen die Straßen Alte Schleuse und Reiherstieg-Hauptdeich zeitweise gesperrt werden. Die Sperrungen gelten nur für die Dauer der Durchfahrt, also etwa 10 Minuten, und werden danach wieder aufgehoben. Das betrifft vor allem den Zeitraum vom 17. bis 25. Januar.

Neben den zeitlich begrenzten Sperrungen ist bis Ende des Monats außerdem in der näheren Umgebung mit einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen durch Lkw zu rechnen.

Bohrplatz erwartet Bohrturm
Die Asphaltumfahrung wurde fertiggestellt
Alles ist bereit: Hier wird in den kommenden Wochen der Bohrturm errichtet

Letzte Arbeiten in diesem Jahr

Nun ist das Betonfundament fertiggestellt und die beiden Bohrkeller für die 3,5 Kilometer tiefen Geothermiebohrungen eingefasst.

Bevor Anfang 2022 der temporäre 350 Tonnen schwere Bohrturm aufgebaut wird, wird gerade eine Asphaltumfahrung um das Betonfundament gebaut. Über diese werden die Bauteile für den Bohrturm angeliefert und die Erde aus dem Bohrloch abtransportiert.

Bei erfolgreicher erster Probebohrung schließt sich die zweite Bohrung direkt an. Nach aktueller Planung werden die Bohrarbeiten insgesamt etwa bis zur Jahresmitte 2022 dauern.

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die fertiggestellte Bohrplatte mit den beiden Bohrkellern.
Blick auf die Asphaltierungsarbeiten
Blick in die beiden Bohrkeller, über denen Anfang 2022 der temporäre Bohrturm aufgebaut wird.
Vom Geothermie-Standort aus sollen bald die ersten Quartiere in Wilhelmsburg klimafreundlich mit Wärme versorgt werden.

Banner informiert zu Geothermie-Bohrung

Ein Banner in deutscher und türkischer Sprache informiert interessierte Passanten über das Geothermie-Projekt, das am Sperrwerk Veringkanal entsteht.

PRODUKTIONSBOHRUNG: Aus etwa 3.500 Metern Tiefe fördert die geplante Geothermieanlage etwa 130°C heißes Thermalwasser an die Oberfläche. Im oberirdischen Heizhaus wird dem Wasser über Wärmetauscher die Wärme entzogen.
INJEKTIONSBOHRUNG: Das abgekühlte Thermalwasser wird zurück in die Erde geleitet. Hier erwärmt es sich mit Abstand zur Produktionsbohrung allmählich wieder. Vom Heizhaus aus verteilt ein Leitungsnetz die Wärme an die Haushalte.
Es werden zwei voneinander getrennte Wasserkreisläufe etabliert: Einer zwischen Produktions- und Injektionsbohrung und ein zweiter im WÄRMENETZ. Dies besteht aus Leitungen, in denen Wasser die Wärme transportiert und an die Haushalte verteilt.

Das Betonfundament ist fertiggestellt

Nun ist auch das 2.000 Quadratmeter große Betonfundament für den Bohrturm fertiggestellt, das auf 249 Gründungspfählen steht. Auch die Bohrkeller für die beiden Tiefenbohrungen sind eingerichtet. Hier sind bereits jeweils 27 Meter lange Führungsrohre in den Untergrund eingelassen.

Blick über einen Teil des Betonfundaments in Richtung des Äußeren Veringkanals
Hier sind beide Bohrkeller zu sehen. Hinten liegend wird zunächst die Produktionsbohrung hinuntergebracht und im Vordergrund die Injektionsbohrung, über die das Thermalwasser wieder zurück in den Untergrund geleitet wird.
Blick in einen Bohrkeller
Blick auf/in das Führungsrohr für die Bohrung

Ein filmischer Besuch auf der Baustelle

Das Betonfundament, das den Bohrturm tragen wird, ist fast fertiggestellt. Es ist 35 x 65 Meter groß und 30 bis 50 Zentimeter dick. Es hat ein leichtes Gefälle von den Rändern in die Mitte, um Regenwasser besser abzuleiten.

Das Fundament wird von mehreren Hundert Eisenpfählen getragen, die bis zu 19 Meter tief in den Untergrund eingebracht wurden. Es muss nicht das Gewicht des 40 Meter hohen Bohrturms tragen, sondern auch das die Bohrerkonstruktion, die 3,5 Kilometer tiefen bohren wird. Zudem muss das Fundament den Bewegungen während der Bohrungen standhalten. Zudem bildet es Untergrund für das Heizhaus, das hier entstehen wird.

Hier gibt der stellvertretende Bauleiter Moritz Scharnke persönlich einen Einblick auf die Baustelle: https://www.youtube.com/watch?v=8ApCVB5On04

In großen Schritten voran

In den letzten Wochen haben wir mächtig rangeklotzt und allmählich nimmt der zirka 4.000 Quadratmeter große Bohrplatz Gestalt an. Auch die beiden Bohransatzpunkte sind mittlerweile gut zu erkennen. Aktuell wird die Bewehrung auf die Pfähle gesetzt, die zuvor in den Boden eingebracht wurden. Bei dieser mehrere Wochen dauernden Bauphase werden Betonstahlmatten verlegt, die die Betonplatte verstärken, die im nächsten Schritt gegossen wird.

Eine Bewehrung erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Zugspannungen und Druckkräften, die bei der Bohrung in die Tiefe entstehen. Für diese Bohrung wird temporär ein 40 Meter hoher Bohrturm installiert, der nach den Bohrungen wieder demontiert wird.

Blick auf den Bauplatz von Südwesten
Beim frontalen Draufblick sind die beiden Bohransatzpunkte gut zu erkennen.
Ein näherer Blick auf die Bohransatzpunkte
Die Betonstahlmatten für die Bewehrung werden verlegt.
Die fertige Bewehrung, auf die im nächsten Bauschritt das Betonfundament gegossen wird.

Pfähle für das Bohr-Fundament

Seit einigen Tagen laufen die baulichen Vorbereitungen auf unserem Geothermie-Grundstück am Schlengendeich in Wilhelmsburg.

Hier ist die Pfahlgründung zu sehen. Dabei werden 249 Pfähle bis zu 19 Meter tief in den Baugrund gebohrt, bis eine ausreichend tragfähige Boden- oder Gesteinsschicht erreicht ist. Sie tragen demnächst das Betonfundament, das im Laufe des Herbsts gefertigt werden soll und temporär den 40 Meter hohen Bohrturm tragen wird, der hier demnächst entsteht.

Blick auf das Geothermie-Grundstück vom Schlengendeich in Richtung Äußerer Veringkanal
Die Baustelle, nun von der gegenüberliegenden Seite, an der Brücke an der Alten Schleuse
Der Bohrturm bringt Pfähle in den Untergrund ein, die später das Fundament für den 40 Meter hohen Bohrturm tragen, der hier temporär stehen wird. Überall dort, wo Metallstanden aus dem Boden schauen, sind Pfähle eingelassen.
Nahaufnahme von der Einbringung der Pfähle in den Untergrund.

Blick auf Geothermie-Grundstück

Hier zeigen wir einige Eindrücke von dem Grundstück an der Alten Schleuse, auf dem Hamburgs erste Tiefengeothermie-Anlage errichtet werden soll. Das Grundstück liegt in einem Gewerbegebiet im Bereich des Hamburger Hafen. Die leicht aufgegrabene Fläche umreißt den Bohrplatz, wo die Produktions- und Injektionsbohrung niedergebracht werden. Temporär wird hier etwa ab Mitte des Jahres ein Bohrturm installiert, der nach Ende der Bohrarbeiten wieder abgebaut wird. Für die Bohrungen sind einige Monate vorgesehen.

Erste Geothermie-Quartiere stehen fest

Die ersten Abnehmer für die klimafreundliche Erdwärme stehen fest. Die drei IBA-Neubauquartiere Elbinselquartier, Rathausviertel und Spreehafenviertel auf der Elbinsel Wilhelmsburg sollen ab 2023/2024 mit geothermischer Wärme versorgt werden. Im Rahmen einer Ausschreibung hat HAMBURG ENERGIE die Konzession für die Wärmeversorgung von etwa 5.000 Haushalten plus Gewerbe in den drei Quartieren gewonnen.

Vorgestellt wurde die Entscheidung am 24. Februar auf einer digitalen Pressekonferenz: www.youtube.com/watch?v=4jjaBPeehog

Lage der Versorgungsanlagen in den drei IBA-Quartieren auf der Elbinsel Wilhelmsburg

Mehr Informationen zu den Quartieren: www.iba-hamburg.de/de/projekte