Projekttagebuch

Blick auf Geothermie-Grundstück

Hier zeigen wir einige Eindrücke von dem Grundstück an der Alten Schleuse, auf dem Hamburgs erste Tiefengeothermie-Anlage errichtet werden soll. Das Grundstück liegt in einem Gewerbegebiet im Bereich des Hamburger Hafen. Die leicht aufgegrabene Fläche umreißt den Bohrplatz, wo die Produktions- und Injektionsbohrung niedergebracht werden. Temporär wird hier etwa ab Mitte des Jahres temporär ein Bohrturm installiert, der nach Ende der Bohrarbeiten wieder abgebaut wird. Für die Bohrungen sind einige Monate vorgesehen.

Erste Geothermie-Quartiere stehen fest

Die ersten Abnehmer für die klimafreundliche Erdwärme stehen fest. Die drei IBA-Neubauquartiere Elbinselquartier, Rathausviertel und Spreehafenviertel auf der Elbinsel Wilhelmsburg sollen ab 2023/2024 mit geothermischer Wärme versorgt werden. Im Rahmen einer Ausschreibung hat HAMBURG ENERGIE die Konzession für die Wärmeversorgung von etwa 5.000 Haushalten plus Gewerbe in den drei Quartieren gewonnen.

Vorgestellt wurde die Entscheidung am 24. Februar auf einer digitalen Pressekonferenz: www.youtube.com/watch?v=4jjaBPeehog

Lage der Versorgungsanlagen in den drei IBA-Quartieren auf der Elbinsel Wilhelmsburg

Mehr Informationen zu den Quartieren: www.iba-hamburg.de/de/projekte

Vorbereitende Maßnahmen laufen

Zum Jahreswechsel befinden wir uns mitten im Genehmigungsverfahren für die Tiefbohrungen der Geothermie, die über das zuständige Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover laufen.

Zeitgleich sind wir mit unserem Bohrplatzplaner und Bohrplaner dabei, alles vorzubereiten, um ab Mitte 2021 mit der ersten Bohrung starten zu können.

Aktuell laufen die Kampfmittelsondierung und ein umfassendes Bodengutachten. Auch der sogenannte Hauptbetriebsplan und Sonderbetriebspläne sind in Bearbeitung.

Ernennung zum „Reallabor der Energiewende“

Aufgrund der Innovationskraft des IW³-Konzeptes, in dem Geothermie eine zentrale Rolle spielt, überreichte Andreas Feicht, Staatssekretär für Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) dem IW³-Konsortium einen Förderbescheid in Höhe von 22,5 Millionen Euro. Zur Begründung hieß es: „Hamburg nimmt Kurs auf die Wärmewende. Mit „IW³ – Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg“ demonstrieren die Beteiligten, wie ein Reallabor in einem urbanen Umfeld funktioniert. Hier wird eine urbane Wärmeversorgung mit CO2-freier Energie realisiert.“ Damit startet das IW³-Projekt nun in die Umsetzung.

IW³ war eines der 20 Gewinnerprojekte eines Ideenwettbewerbes des Bundeswirtschaftsministeriums, die Minister Peter Altmaier im Juli 2019 in Berlin bekannt gegeben hat. Aufgrund dieser Ernennung konnte sich das Konsortium um Fördergelder aus dem Programm „Reallabore der Energiewende“ bewerben, die nun bewilligt wurden. Mit den Reallaboren werden Innovationsprojekte im Industriemaßstab umgesetzt, um den Transfer von Technologien und Lösungen für die Energiewende in den Markt zu beschleunigen.

Mehr dazu in der Pressemitteilung: www.hamburgenergie.de/ueber-uns/presse/pressemeldung/article/start-fuer-hamburger-reallabor-fuer-die-waermewende